Übungsleiterpauschale – alles Wichtige für Sie!

 

Übungsleiterpauschale Verein

© Verein im Verein

Die steuerfreie Übungsleiterpauschale beträgt aktuell 2.400,00 Euro je Übungsleiter und Jahr. In unserer Artikel-Serie erfahren Sie, wie Sie diesen Freibetrag der Übungsleiterpauschale sinnvoll nutzen und welche Gestaltungsmöglichkeiten Sie haben. Aber vor allem, auf welche steuerlichen Fallstricke Sie bei der Übungsleiterpauschale achten müssen.

 

 

 

Teile der Artikel-Serie Übungsleiterpauschale:

 

Die aktuelle Übungsleiterpauschale: 2.400 €

Wie das Finanzamt die Übungsleiterpauschale betrachtet

Wenn der Übungsleiter für mehrere Vereine tätig ist

Gestaltungsmöglichkeiten der Übungsleiterpauschale

Die Ehrenamtspauschale und der Übungsleiterfreibetrag

 



 

Die aktuelle Übungsleiterpauschale: 2.400 € pro Jahr und Übungsleiter

Definiert wird die Übungsleiterpauschale in § 3 Nr. 26 Einkommensteuergesetz beziehungsweise in den
Lohnsteuerrichtlinien – hier in Regel 17 Absatz 1:

Jeder, der

• eine steuerbegünstigte Tätigkeit ausübt,
• nebenberuflich tätig wird,
• seine Tätigkeit im Dienst einer öffentlich-rechtlichen oder gemeinnützigen Körperschaft ausübt
• oder mit seiner Tätigkeit der Förderung gemeinnütziger, mildtätiger oder kirchlicher Zwecke dient,

kann die steuerfreie Übungsleiterpauschale geltend machen.

Wer als Übungsleiter von der so genannten Übungsleiterpauschale profitieren will, muss sich nicht zwangsläufig als Trainer in einem Sportverein engagieren. Auch Ausbilder, Erzieher oder ähnliche Tätigkeiten werden berücksichtigt.

Wichtig ist außerdem, dass die von den Übungsleitern ausgeübten Tätigkeit gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke fördern.

Gemeinnützige Zwecke werden dann angestrebt, wenn die Aktivitäten darauf ausgerichtet sind, die Allgemeinheit auf materiellem, geistigem oder sittlichem Gebiet selbstlos zu fördern.

Beispiele:

  • Förderung der Altenhilfe, der Jugendhilfe, des öffentlichen Gesundheitswesens, des Wohlfahrtswesens und des Sportes,
  • Förderung von Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, Bildung und Erziehung, der Religion, der Völkerverständigung, der Entwicklungshilfe, des Denkmalschutzes, des Umweltschutzes, des Landschaftsschutzes und des Heimatgedankens,
  • Förderung der Pflanzen- und der Tierzucht,  der Kleingärtnerei und des traditionellen Brauchtums,
  • Förderung des demokratischen Staatswesens in Deutschland.

 


Fachbücher kaufenKaufen Fachbücher

Eine Auswahl hilfreicher und preisgünstiger Fachliteratur und Software für Ihre Vereinsarbeit erhalten Sie in unserem neuen Bereich „Fachbücher„.

Bitte hier klicken

 


 

Können nur qualifizierte Übungsleiter die Pauschale in Anspruch nehmen?

 

Übungsleiterpauschale

© Verein im Verein

Eine oft gestellt Frage lautet: Muss die Tauglichkeit zum Übungsleiter durch einen besondere Ausbildung nachgewiesen werden?

Das ist nicht der Fall. Jede nebenberufliche Tätigkeit als Übungsleiter bzw. Trainer, Ausbilder, Betreuer oder Erzieher ist steuerlich begünstigt.

 

 

 

Weiterhin sind diese Aktivitäten begünstigt:

• Tätigkeiten im Rahmen der beruflichen Aus- und Fortbildung
• die Pflege alter, kranker oder behinderter Menschen (z. B. die nebenberufliche Pflege im ambulanten Pflegedienst)
• Altenhilfe (z. B. Unterstützung eines pflegebedürftigen Menschen)
• Sofortmaßnahmen für Schwerkranke und Verunglückte (z. B. Betätigung als Rettungssanitäter)
• Dauerpflege in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen
• Nachbarschaftshilfe für gemeinnützige Organisationen

Diese Aktivitäten sind nicht begünstigt:

• Hausmeister
• Platzwart
• Hallenwart
• Gerätewart
• Zeugwart
• Reinigungskräfte
• Bedienungskräfte im Vereinsheim


 

Diese Liste macht deutlich, dass die Übungsleiterpauschale nicht den Personen im Verein in Anspruch nehmen können, die nicht unmittelbar einer betreuerischen, pflegenden, unterrichtenden oder pädagogischen Tätigkeit für den Verein nachgehen.

Achtung: Auch der Vorstand ist nich begünstigt. Denn jede ehrenamtliche Tätigkeit in der Vorstandschaft fällt auch weiterhin nicht unter die Übungsleiterpauschale.

Folgende Alternativen gibt es für diesen Personenkreis

Für Personen, die sich nebenberuflich ehrenamtlich für gemeinnützige Körperschaften betätigen, gibt es einen persönlichen Ehrenamtsfreibetrag in Höhe von 720 Euro.

Dieser gilt sowohl für gewählte Ehrenamtsvertreter als auch für sonstige nebenberufliche Vereinshelfer wie oben genannten Personenkreis. Diese Steuervergünstigung gilt aber nur für Tätigkeiten im steuerbegünstigten Bereich des Vereins. Der Ehrenamtsfreibetrag für die Mithilfe im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb, z. B. bei Bewirtung, Bedienung oder als Mithelfer bei wirtschaftlichen Aktivitäten des Vereins, ist damit nicht möglich.

 

Weiter zum zweiten Teil der Artikel-Serie Übungsleiterpauschale

 



 

Vielleicht interessieren Sie auch noch diese Themen:

Zusammenfassung
Date
Um was es geht
Wie Sie die Übungsleiterpauschale sinnvoll nutzen und welche Gestaltungsmöglichkeiten Sie haben erfahren Sie in unserer Artikel-Serie Übungsleiterpauschale
Bewertung
51star1star1star1star1star
 

Kommentare sind geschlossen